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Lärm und Lärmschutz bringt die Bürger in Lohausen und Stockum in Rage

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Der Infostand der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER am Tag gegen Lärm war ein voller Erfolg. Über 100 Bürger aus Lohausen und Stockum kamen an den Stand und äußerten zum Teil heftige und deftige Kritik am Vorgehen der Politik.

Einer brachte es auf den Punkt: „Ich wohne hier seit 1935. Was uns seit dem alles zugemutet wurde, Ausbau des Flughafens, Bau der A44, der B8 und des Nordsterns, Bau der Messe, Ausbau des Stadions, alles führte zu deutlich mehr Lärm, Verschmutzung, Umweltbelastungen. Und immer wurde versprochen, etwas für uns zu tun. Was geschah? Nichts!“

Ein anderer Betroffener äußerte sich wie folgt: „2014 nahm ich wegen der U81 an den Sitzungen des runden Tisches teil. Mir ist bis heute unerklärlich, wie man das gemeinsam mit Rheinbahn, Flughafen, Politik, Anwohnern und externen Experten erarbeitete Ergebnis Tunnel anschließend in den Ampel-Koalitionsgesprächen opfern konnte. So haben SPD, GRÜNE, FDP und Oberbürgermeister Thomas Geisel ihre Beiträge zu Politikverdrossenheit, Wutbürgern und dem Erstarken der AfD geleistet!“

Eine Nachbarin erklärte, dass die ständig zunehmenden Flüge nach 22.00 und vor 6.00 Uhr sich mittlerweile auf ihre Gesundheit ausgewirkt haben: „Ich schlafe immer schlechter, immer kürzer und immer seltener durch. Mein Blutdruck ist mittlerweile so angestiegen, dass ich regelmäßig Medikamente nehmen muss. Wenn meine Enkelkinder mich länger besuchen, sagen auch sie nach einigen Tagen, dass sie diesen Krach hier nicht aushalten und nach Hause wollen. Das macht mich sehr traurig.“

Alexander Führer, stellv. Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Das Lärm krank macht und tötet, ist bekannt. Trotzdem dürfen nach geltender Rechtslage der Flughafen, die Messe, das Stadion, der Rhein, die Rheinbahn, die A44, die B8, der Autoverkehr und eine mögliche Open Air Veranstaltungsfläche Emmissionen und Immissionen verursachen, welche über den empfohlenen Werten der Weltgesundheitsorganistaion WHO liegen.

Für uns sind die Grundrechte, die Würde jedes Menschen (Artikel 1) und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 GG) unverhandelbar. Wir setzen uns dafür ein, dass die deutlich strengeren Lärmgrenzwerte der WHO vom Oktober 2018 schnellstmöglich in Deutschland geltendes Recht werden.“

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