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KEINE Bebauung östlich zur Lindung

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In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 am Dienstag, dem 30. April 2019 beschäftigt sich ein Tagesordnungspunkt mit der Bebauung östlich zur Lindung in Angermund.

Nachdem CDU, SPD, GRÜNE, FDP und LINKE am 9. Oktober 2018 in der Bezirksvertretung 5 und am 14. November 2018 auch im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung grundsätzlich dem Verfahren zur Bebauung zustimmten, schlägt die Verwaltung nun vor, dass vor Beginn des formalen Bebauungsplanverfahrens in Workshops Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Wünsche und Ziele zur Bebauung zu äußern, Fragen zu klären und Informationen auszutauschen.

An verschiedenen Themenständen werden dann unterschiedliche Aspekte wie Verkehr, Freiraum, Grünstrukturen, Wohntypologien und anderes mehr besprochen. Mit diesen Ergebnissen wird die Verwaltung unterschiedliche Entwurfskonzepte erarbeiten und in einem weiteren, öffentlichem Termin vorstellen und diskutieren. Sollte sich kein eindeutiger Favorit herauskristaliseren, wird weiter überlegt und geplant.

Alexander Führer, stellv. Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER erklärt dazu: „Es ist schon gut, dass Verwaltung die Bürger sehr frühzeitig einbinden möchte. Nur die Frage, ob die Angermunder überhaupt eine Bebauung wünschen, wird nicht gestellt.

Die Angermunder sind nicht grundsätzlich gegen jegliche Bebauung im Ort. Die Angermunder wohnen gerne dort und freuen sich, wenn auch andere die Gelegenheit bekommen. Wenn man jedoch daran denkt, dass Angermund durch den RRX eine jahrelange Baustelle bevorsteht, dass die vorhandene Infrastruktur (Straßen, Kindergarten, Grundschule, Ärzte, etc.) schon heute unzureichend ist und wenn man die weiteren, massiven Bebauungswünsche in Angermund, Kalkum, Kaiserswerth und Stockum berücksichtigt, dann verbietet sich jegliche, weitere massive Bebauung im Stadtbezirk 5.

Solange der gesamtstädtische Mobilitätsplan D nicht vollständig erarbeitet, von der Politik verabschiedet und anschließend in der Realität umgesetzt ist, können nicht weitere tausende Familien angesiedelt werden.

Außerdem hat Düsseldorf seit 2017 ein Klimaanpassungskonzept. Dieses warnt eindrücklich vor den Temperaturanstiegen, sowohl in der Innenstadt, als auch im Stadtbezirk 5. Wenn nicht weiter verdichtet wird, wenn nicht weiter zugebaut wird, steigt die Anzahl der schlaflosen Nächte schon jetzt an. Mit jeder weiteren Versiegelung, mit jedem weiteren Baugebiet nimmt diese, gesundheitlich besorgniserregende Situation für viele Düsseldorfer Bürger an Dramatik deutlich zu.

Düsseldorf wirbt mit „Nähe trifft Freiheit“. Wenn diese wohlklingenden Worte Realität werden sollen, dann darf es keine Bebauung östlich zur Lindung geben!“

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