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Kein weiterer süßer Kanadagans-Nachwuchs im Hofgarten

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Dieses Jahr werden Vogelfreunde leider vergeblich auf weiteren Nachwuchs der liebenswerten Kanadagänse warten. Im Rahmen des Gänsemanagements der Stadt Düsseldorf und einer Empfehlung des Jagdbeirates wurde bereits im Januar 2018 im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen der Antrag gestellt, die Gelege der Gänse entnehmen oder unfruchtbar machen zu dürfen. Je Gelege sollten maximal zwei Eier belassen werden, um Nachgelege zu verhindern.

Die Mitarbeiter des Gänsemanagements haben sich anscheinend nicht an die Vorgaben gehalten und dieses Jahr alle Eier der Kanadagänse zerstört, außer einem Nest, das offenbar unentdeckt blieb. Auf die Gefühle der Gänse wurde dabei keinerlei Rücksicht genommen. Viele watscheln, ihrer Brut beraubt, verstört durch den Hofgarten. Ein trauriger Anblick für jeden Vogelliebhaber.

Ulrike Park, Bürgermitglied der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER und Kandidatin zur Europawahl für die Partei Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL – Tierschutz hier! findet die Maßnahmen gegen die Kanadagänse völlig überzogen. „Die Beschwerden einiger Bürger über die Hinterlassenschaften der Tiere dürfen nicht auf Kosten der Gänse und der vielen tierlieben Menschen in unserer Stadt gehen, die sich über den Nachwuchs der Kanadagänse freuen. Auch wenn die Kanadagans nicht zu den bedrohten Vogelarten zählt, ist es angesichts des weltweiten Artensterbens nicht nachvollziehbar, warum sie mit allen Mitteln aus dem Hofgarten vertrieben werden soll und ihre Eier zerstört werden.“

Foto: 190510

70/ 5/2018

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