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Großtagespflege in Düsseldorf benachteiligt?

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Seit 2013 haben Kinder mit Vollendung des ersten Jahres bis zum Alter von drei Jahren einen Rechtsanspruch in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege. In Düsseldorf werden jedes Jahr rund 5.000 Babys geboren. Demzufolge ist die Nachfrage, der Bedarf nach entsprechenden Betreuungsplätzen konstant. Neben den vielen städtischen, konfessionellen und weiteren Einrichtungen helfen auch Elterninitiativen, Vereine und weitere Träger, diesen Bedarf zu decken.

Derzeit werden in Düsseldorf rund 3.000 Kinder, und damit mehr als die Hälfte der U3-Kinder, von Tagespflegepersonen betreut. Ohne die privaten Tagespflegeangebote könnte Düsseldorf den Rechtsanspruch der U3-Kinder nicht annährend erfüllt werden.

Gemäß §19 Kinderbildungsgesetz (KiBiz) werden die Kindertageseinrichtungen in Form von Pauschalen für jedes in einer Kindertageseinrichtung aufgenommene Kind gezahlt. Diese Kindpauschalen müssten sich jährlich erhöhen und wären, selbst dann, nicht auskömmlich.

Deshalb fragt die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER in der nächsten Ratssitzung die Verwaltung, aus welchen Gründen Tagespflegepersonen in Großtagespflegen 45 Stunden in der Woche arbeiten, aber nur gemäß Gruppenform 2 mit 10 Kindern und 35 Stunden Betreuung bezahlt werden, warum die Erhöhungen gemäß § 19 KiBiz seit 2014/2015 in Verbindung mit der Düsseldorfer Kindertagespflegerichtlinie nicht auf Großtagespflegen angewendet werden und welche konkreten Schritte, Maßnahmen, Überlegungen seitens der Fachverwaltung bis wann in der praktischen Umsetzung sind, damit Tagespflegepersonen in Großtagespflegen genauso wertgeschätzt werden und Eltern ihre Kinder in diesen Einrichtungen auch weiterhin gut untergebracht wissen.

Chomicha El Fassi, Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Als wir zum ersten Mal von dieser Schräglage erfuhren, waren wir doch sehr erstaunt und konnten es uns gar nicht vorstellen. Düsseldorf tut so viel, auch in den Bereichen U3 und Ü3. Wird hier mit unterschiedlichen Maßen gemessen? Und wenn Ja, warum? Und wie läßt sich die Schieflage beseitigen? Weil wir so viele Fragen haben, stellen wir nun diese Anfrage. Im Sinne der Kinder, ihrer Eltern und der betreuenden Tagespflegepersonen muss gedacht und gehandelt werden.“

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