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Massenhafte Tiertodesfälle im Sommer 2019 werden Thema im Stadtrat

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In diesem Sommer häuften sich die Berichte in Presse, Funk und Fernsehen über die Situationen der in Düsseldorf lebenden Wildtiere.

Stefan Bröckling, Tiernotruf.de, und weitere ehrenamtliche Helfer holten und holen viele kranke und tote Enten aus dem Weiher im Volkspark. Frau Ohler, Entenhotline, und Frau Bonmariage, Schwanenhaus, versorgten und versorgen im 2-Stunden-Takt über 150 erkrankte Enten mit Elektrolyt-Lösungen.

Im IHZ-Park werden Kaninchen und ihr Nachwuchs von Anwohnern mit Futter und Wasser versorgt, weil das „natürlich“ vorhandene Wasser- und Nahrungsangebot unzureichend ist. Da diese freiwilligen Tierschützer keine städtischen Hilfsausweise haben, werden sie vom Ordnungsamt mit Bußgeldern abgestraft.

Im nördlichen Hofgarten sollen etwa 50 Rabenkrähen, die sehr zahm waren, in zwei Nächten im August gejagt und abgeschossen worden sein.

Erst nach Wochen der Hitze und Dürre hat die Feuerwehr Düsseldorf am 13. August den Weiher des Zooparks mit Frischwasser und Sauerstoff versorgt.

Diese erschreckenden Berichte nahm die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER zum Anlass, in der nächsten Ratsversammlung am 29. August die Verwaltung zu fragen, wie viele der in Düsseldorf wildlebenden Tiere sind 2019 bisher gestorben, was hat die Landeshauptstadt Düsseldorf wann, wie und wo präventiv getan, um in Parks, Garten- und öffentlichen Grünanlagen genügend Wasser- und Futterstellen für die wildlebenden Tiere bereitzustellen und was wurde Düsseldorf wann, wie und wo zusätzlich getan, als bekannt wurde, dass das Vorhandene für die wildlebenden Tiere nicht ausreichte?

Claudia Krüger, Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Die Stadt hat gemäß Artikel 20a Grundgesetz eine Verantwortung und Verpflichtung für die in Düsseldorf lebenden Tiere, wenn es dort heißt: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung.“

Nicht genügend Futter und Wasser bereitstellen, Füttern-Veboten-Schilder aufstellen und Tierliebhaber mit Ordnungsgeldern belegen, Ehrenamtler beim Retten kranker und Bergen toter Enten nicht zu unterstützen, ggf. sogar für den Abschuß von Rabenkrähen verantwortlich zu seinen, all dies und weiteres mehr zeigt, dass es beim Oberbürgermeister und Verantwortlichen in der Stadtverwaltung mit echtem, gelebten Tierschutz nicht weit her ist.

Deshalb fragen wir an.“

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